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C1: Telc - Mündliche Prüfung Teil 2 Diskussion

Zitat eines Schriftstellers bzw.einer Schriftstellerin, Wissenschaftlers bzw. einer Wissenschaftlerin o. Ä. und standardisierte Fragen bzw. Punkte für die Diskussion

  • Zeit: 6 Minuten

Beschreibung

  • Der Prüfer bzw. die Prüferin legt ein Blatt mit einem Zitat auf den Tisch, das Sie diskutieren sollen.
  • Wie verstehen Sie das Zitat?
  • Sind Sie auch der Meinung?
  • Haben Sie eine andere Ansicht?
  • Nennen Sie Gründe für Ihre Ansicht oder Beispiele, die Ihre Meinung unterstützen.
  • Nehmen Sie auch Stellung zu den Meinungen Ihres Gesprächspartners bzw. Ihrer Gesprächspartnerin.

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Strategie

1. Vorbereitung (2 Minuten)

Zitat analysieren:

  • Schlüsselwörter markieren (z. B. „zerstört“, „zwischenmenschlich“).
  • Mögliche Interpretationen notieren:
  • Extrem? („immer schädlich“)
  • Teilweise wahr? („kann negativ sein, aber nicht immer“)

📌 Argumente sammeln:

  • Beispiele (eigene Erfahrungen, Studien).
  • Gegenpositionen (z. B. „Aber Videoanrufe verbinden Familien über Kontinente hinweg“).

2. Diskussionsstrategie

🗣 Einstieg:

  • Zitat paraphrasieren (z. B. „Das Statement suggeriert, dass digitale Kommunikation nur negativ ist. Ich sehe das differenzierter…“).

💡 Argumentationsaufbau:

  1. Zustimmung/Abweichung zeigen (z. B. „Einerseits stimme ich zu, dass…, andererseits…“).
  2. Beispiele einbringen (z. B. „In meinem Praktikum habe ich erlebt, dass…“).
  3. Fragen stellen, um den Partner einzubeziehen (z. B. „Wie siehst du das?“).

Kommunikationstipps:

  • Höflich widersprechen: „Interessanter Punkt! Allerdings…“
  • Auf den Partner eingehen: „Du hast gerade X gesagt – dazu fällt mir ein…“
  • Lückenfüller vermeiden („äh“, „also“) → Pausen sind besser!

Checkliste für die Diskussion

PhaseWas tun?
ZitatanalyseSchlüsselwörter identifizieren + 2–3 Interpretationen vorbereiten.
ArgumentationPro/Contra mit Beispielen (1 Studie, 1 Erfahrung).
InteraktionPartner direkt ansprechen, auf Aussagen reagieren, Fragen stellen.
SpracheKlare Sätze, gezielt komplexere Ausdrücke („Dieses Argument ist plausibel, jedoch…“).

Mustervorlage für Beispiele

1. Einleitung / Kontext

  • Zweck: Kurze Einführung in das Thema oder die Aussage, die diskutiert/analysiert wird. Beispiel:

„Die Revolution frisst ihre Kinder“ (Karl Marx) thematisiert die Selbstzerstörung revolutionärer Bewegungen durch interne Konflikte.

2. Interpretation

  • Deutungsmöglichkeiten: Mehrere Perspektiven aufzeigen. Beispiel:
  • Historisch: Französische Revolution – Robespierres Hinrichtung nach der Schreckensherrschaft .
  • Modern: Führungspersonen in Protestbewegungen, die durch Radikalisierung marginalisiert werden.

3. Eigene Position

  • Zustimmung/Ablehnung: Mit Begründung und Beispielen. Beispiel:

„Ich stimme teilweise zu, da Machtstrukturen oft korrumpieren (Beispiel: Stalinistische Säuberungen). Allerdings gibt es Gegenbeispiele wie die friedliche Revolution 1989.“

4. Diskussion mit Gegenargumenten

  • Partnerargument:

„Revolutionen scheitern immer an Gewalt.“

  • Erwiderung:

„Gewalt ist ein Faktor, aber nicht universell entscheidend. Entscheidend sind strukturelle Mechanismen zur Machtkontrolle.“

5. Fazit / Synthese

  • Kernaussage: Abwägung der Argumente und Ausblick. Beispiel:

„Das Zitat warnt vor systemimmanenten Risiken, ist aber kein Naturgesetz. Entscheidend ist, wie mit Macht umgegangen wird.“

Anwendungsbeispiele

  1. Akademische Arbeit: Für die Diskussion von Forschungsergebnissen (Zusammenfassung → Interpretation → Limitationen → Empfehlungen) .
  2. Unterrichtsdiskussion: Analyse literarischer Zitate oder historischer Ereignisse (z. B. „War Macbeth ein Opfer oder Täter?“) .
  3. Debatten im Beruf: Strukturierte Argumentation für Projekte oder Strategien (z. B. „Vor- und Nachteile von KI-Tools in der Forschung“) .

Tipps:

  • Nutze Belege (Studien, Zitate) für Interpretationen .
  • Formuliere kritische Fragen (z. B. „Welche Faktoren wurden ignoriert?“) .
  • Halte die Sprache sachlich und im Präsens für Analysen .

Diese Vorlage ist flexibel für Themen wie Politik, Literatur, Wissenschaft oder Alltagsdebatten anpassbar. Bei Bedarf kann sie um Abschnitte wie Methodenreflexion oder Ethik-Diskussion erweitert werden.

Bewertung

Die Prüfer/innen bewerten Ihre Leistung in Anlehnung an den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GER). Die Beurteilung der mündlichen Leistung erfolgt nach fünf Kriterien:

  1. Aufgabengerechtheit
  2. Flüssigkeit 5. Aussprache und Intonation
  3. Repertoire
  4. Grammatische Richtigkeit

Quelle